VMware Player und VHD-Dateien

Written by on 15. April 2014 in Virtualisierung with 2 Comments



Wie man einen „PC im PC“ mittels Virtualisierung auf dem Desktop nutzt ist auf Computersupporter mehrfach am Beispiel von Oracle VirtualBox behandelt worden (zuletzt: VirtualBox ergänzen). Für den privaten Gebrauch ebenfalls kostenlos bietet auch VMware Player ähnliche Funktionen, die ihn für viele Anwender interessant machen. Herunterladen kannst du die Software bei VMware.

VMware Player ist seit einiger Zeit ebenfalls in der Lage, eigene Virtual Machines zu erstellen und lässt sich sowohl unter Windows als auch unter Linux als Hostbetriebssystem nutzen. Die Einrichtung von VMs ist etwas hakeliger als bei VirtualBox und Snapshots sind nicht möglich, dafür bietet VMware Player USB 3.0 Unterstützung für die Gastbetriebssysteme.

Wer von VirtualBox auf VMware Player umsteigen möchte, sollte prüfen, ob beim Erstellen einer Virtuellen Maschine der Netzwerkadapter auf Bridged eingestellt ist. Das bedeutet, die physikalische Netzwerkkarte wird mit eigener IP-Adresse genutzt und das Gastbetriebssystem kann später sowohl ins Internet als auch Freigaben des PC-Betriebssystems (Host) nutzen.

VMware Player Netzwerk Modus

VM im Bridged-Modus

VHD Datei

Nun ist die Frage, wie VHD-Dateien – also virtuelle Festplatten im VHD-Format – unter VMware Player genutzt werden können. VMware Player arbeitet vorzugsweise mit virtuellen Festplatten im VMDK-Format. Warum ist das interessant?

Wer seine alte Windows XP-Installation weiter – nun in einer virtuellen Umgebung – nutzen möchte, kann hierfür mit dem kostenlosen Citrix XenConvert seine Betriebsumgebung komfortabel in eine VHD-Datei umwandeln (Computersupporter berichtete). Darüber hinaus bietet Microsoft ausgewählte Betriebssysteme als VHD-Dateien zum Download an, darunter Windows Server 2012 R2 als 180 Tage Testversion (http://technet.microsoft.com/de-de/evalcenter/dn205286.aspx). Ideal, wenn du dir mal einen Einblick verschaffen möchtest.

Hast du also eine solche entsprechend vorbereitete VHD-Datei zur Hand, kannst du sie als VMware Player Virtual Machine nutzen, ohne diese erst aufwändig installieren zu müssen.

Ich spreche auch VHD

Dabei gehst du so vor: Zuerst installierst du mit dem Player eine neue Virtuelle Maschine. Du klickst auf Create a New Virtual Machine und wählst I will install the operating system later. Daraufhin wählst du das Gastbetriebssystem, also hier im Beispiel Windows Server 2012 oder Windows XP. Je nachdem, welche VHD-Datei dir zur Verfügung steht.

Tuningtools: Die aktuellen Bestseller*
Bestseller Nr. 1
Bestseller Nr. 2
Bestseller Nr. 3

Danach lässt du ganz normal eine VMware Player typische Festplatte erstellen, so als würdest du das Gastbetriebsystem im Anschluss installieren. Die Voreinstellungen des Assistenten kannst du hierbei einfach übernehmen. Merke dir den Speicherort der VM.

Denn hier findest du die vmx-Konfigurationsdatei der Virtuellen Maschine, die du mit einem Texteditor öffnest. Ändere folgende Einträge:


scsi0:0.present = „TRUE“
scsi0:0.fileName = „Dateiname-der-leeren-VMDK-Datei.vmdk“

in:


scsi0:0.present = „FALSE“
ide1:0.present = „TRUE“
ide1:0.fileName = „Dateiname-der-VHD-Datei.vhd“

Dateiname-der-VHD-Datei.vhd ist natürlich zu ersetzen mit dem Namen der VHD-Datei die dir zur Verfügung steht. Deine VHD-Datei musst du ebenfalls in dieses Verzeichnis kopieren, die bereits von VMware Player erstellte Virtuelle Festplatte (im VMDK-Format) kannst du danach löschen.

Windows Server 2012 R2 virtuell

VMware Player mit Windows Server als „Gast“

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2 Reader Comments

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  1. Zetzi sagt:

    Moin,
    Ober Geil deine Infos VMWARE mit VHD
    Hat mir sehr geholfen und klappt
    Danke Zetzi

  2. Gut dass wir immer solche gute Leuten in der Welt haben. 1A! Danke

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